CityLAB Berlin: Wie innovative Bürger:innenbeteiligung die Arbeitswelt der Zukunft mitgestaltet | Flughafen Tempelhof

08.10.2024

Flughafen Tempelhof

Das CityLAB Berlin, angesiedelt am Zukunftsort Tempelhof, fungiert als Innovationsschmiede für die Arbeitswelt von morgen, indem es die Verwaltung und Stadtgestaltung revolutioniert. Als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zielt das CityLAB Berlin darauf ab, durch technologische Innovation und Bürger:innenbeteiligung eine zukunftsfähige Arbeitswelt zu schaffen. Hier wird Zukunft erlebbar gemacht, indem konkrete Projekte entwickelt werden, die die Interaktion zwischen Bürger:innen und Verwaltung in Berlin verbessern.

Vor einem großen, sandsteinfarbenen Gebäude mit hohen Fenstern und Glastüren stehen viele Menschen in kleinen Gruppen. Die Türen sind glasfüllend und mit bunten, schrägen Linien in Pink und Blau beklebt. Durch die Glasflächen sieht man im Inneren warme bunte Lichter. Auf der Schwelle hängt ein Schild mit der Aufschrift „CityLAB Berlin“. Vor dem Eingang reden und lachen die Besucherinnen und Besucher, viele halten Getränke in der Hand. Rechts und links wachsen grüne Büsche.Citylab Berlin_Credit: Florian Reimann

Innovationen für die Verwaltung und Stadtgestaltung

Eines der wesentlichen Ziele des CityLAB ist es, die Stadtverwaltung durch digitale Technologien zu modernisieren und zugleich die Bürger:innen stärker einzubinden. Ein entscheidendes Werkzeug dabei ist das Prototyping, das es ermöglicht, neue Ideen schnell und praxisorientiert zu erproben. Diese Herangehensweise ermöglicht es, innovative Lösungen schnell zu erproben und gezielt auf die Bedürfnisse der Stadtbewohner:innen abzustimmen. Im Mittelpunkt steht die Bürger:innenbeteiligung, da die Bürger:innen aktiv an der Stadtentwicklung teilnehmen und so ihre künftige Lebens- und Arbeitswelt mitgestalten können.

In einem hellen Raum sitzen vier Personen in einem Halbkreis um einen niedrigen Holztisch mit Pflanzen und Notizbüchern. Rechts spricht eine Frau mit ausladenden Gesten, links zwei Männer und eine Frau hören aufmerksam zu. Hinter ihnen stehen zwei große, auf Rollen montierte Whiteboards: Auf dem linken kleben bunte Zettel in Reihen, auf dem rechten hängen einzelne Blätter und oben steht „Öffentlich Gestalten“. In der Mitte steht ein Mann mit Brille und Bart, er lächelt und hält einen Stift in der Hand, als würde er gleich etwas an das Whiteboard schreiben.CityLAB-Berlin_Credit: Sabine Zoltnere

„KI-Experimente zum Anfassen“

Ein Vorzeigeprojekt des CityLAB Berlin ist die Initiative „KI-Experimente zum Anfassen“, die Künstliche Intelligenz für die Bürger:innen greifbar macht. Hierbei werden Anwendungen der KI im urbanen Kontext erlebbar gemacht, um aufzuzeigen, wie diese Technologie die Arbeit der Verwaltung verbessern und die Interaktion mit den Bürger:innen vereinfachen kann. Das Projekt bringt die Möglichkeiten und Herausforderungen der KI auf eine verständliche Ebene und zeigt, wie sie dazu beitragen kann, die Stadt und ihre Arbeitsprozesse smarter zu gestalten.

In einem hellen Ausstellungsraum stehen an der linken Wand mehrere schwarze Flächen, auf denen schräg angeordnete Leuchtröhren in Blau und Rosa leuchten. Vor diesen Wänden sind drei weiße Podeste mit Bildschirmen und zwei VR‑Brillen aufgebaut. Eine Frau sitzt auf einem schwarzen Stuhl und trägt eine weiße VR‑Brille, sie hält einen kleinen Controller in der Hand. Rechts daneben steht ein hoher, schmaler Glasturm mit leuchtenden Inhalten und ein großer schwarzer Tisch mit einem interaktiven Display. Im Hintergrund geht eine weitere Frau in schwarzer Kleidung am rechten Bildrand vorbei. Der Boden ist hell und glatt, die Decke weiß.CityLAB Berlin_Credit: Sabine Zoltnere

Das Handbuch Öffentliches Gestalten

Ein weiteres bedeutendes Projekt ist das „Handbuch Öffentliches Gestalten“, das als praktischer Leitfaden für die öffentliche Verwaltung dient. Es stellt Methoden und Ansätze vor, wie Verwaltung und Stadtentwicklung dynamischer gestaltet werden können. Ziel ist es, Verwaltungen zu befähigen, kreativer und nutzerorientierter zu arbeiten, um den Bedürfnissen einer sich wandelnden Gesellschaft gerecht zu werden. Das Handbuch fördert den Austausch zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft und schafft damit eine Grundlage für gemeinsames Gestalten der Zukunft.

An einer hellen Wand hängt ein großes Plakat mit der Überschrift „Öffentliches Gestalten“. Darauf stehen in vier Abschnitten die Entwicklungen des Handbuchs und Symbole für Buch, Online-Version und Chatbot. Unter dem Plakat steht ein weißer Schrank mit einer Tischplatte. Auf der Platte liegt eine große dunkelblaue Box mit der Aufschrift „Methodenbox Öffentliches Gestalten“, daneben ein kleines Heft mit der Beschriftung „Methodenbox Anleitung“. Weitere aufgeklappte Hefte und ein aufgelegtes Faltblatt liegen daneben. Rechts tippt ein Mann an einem aufgeklappten Laptop.CityLAB-Berlin: Handbuch Öffentliches Gestalten_Credit: Sabine Zoltnere

Eine Brücke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft

Das CityLAB Berlin zeigt eindrucksvoll, wie durch innovative Ansätze eine Brücke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft geschlagen werden kann. Diese Synergie ist essenziell, um eine zukunftsfähige Arbeitswelt zu schaffen. Dank Initiativen wie dem CityLAB Berlin entstehen neue Formen der Zusammenarbeit, bei denen technologische Innovation, Bürger:innenbeteiligung und öffentliche Verwaltung Hand in Hand gehen, um eine moderne und lebenswerte Stadt zu gestalten.

Zwei Personen stehen vor einer runden schwarzen Scheibe auf einem Holzpfosten. An der Scheibe sind Drahtstreifen, bunte Kabel und eine kleine blaue Schaltplatine befestigt. Die Person links, mit hellem Kopftuch, hält einen kleinen Metallknopf am Pfosten fest. Die Person rechts, mit dunklen lockigen Haaren, schaut neugierig auf die Elektronik. Die Scheibe wirkt wie eine einfache Mess‑ oder Steuerungseinheit, an der gerade gearbeitet wird.Citylab-Berlin_Credit: Florian Reimann

Weitere Informationen zum CityLAB Berlin und seinen Projekten gibt es hier.

 

Eine Frau setzt eine schwarze Virtual-Reality-Brille auf und hält sie mit beiden Händen fest, während hinter ihr mehrere große Bildschirme mit bunten Karten und Daten angezeigt werden; ein Mann im Hintergrund beobachtet sie dabei.