Freie Universität Berlin erfolgreich bei europäischer Quantenforschungsförderung

18.06.2026

Berlin SÜDWEST

Die Freie Universität Berlin gehört zu den erfolgreichsten deutschen Einrichtungen in der aktuellen Ausschreibung des europäischen QuantERA-Netzwerks. Drei Forschungsprojekte aus der Quantenforschung wurden bewilligt und erhalten gemeinsam Fördermittel in Höhe von mehr als 860.000 Euro. Damit erzielt die Universität zusammen mit der Universität Ulm die höchste Anzahl geförderter Projekte in Deutschland.

Die ausgezeichneten Vorhaben werden von den Quantenphysiker Prof. Dr. Christiane Koch und Prof. Dr. Jens Eisert geleitet. Im Fokus stehen zentrale Herausforderungen für die Entwicklung leistungsfähiger Quantencomputer der nächsten Generation.

Christiane Koch erforscht in zwei Projekten das Wärme- und Energiemanagement in supraleitenden Schaltkreisen sowie neue Methoden der feedbackbasierten Quantenoptimierung und -steuerung. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit von Quantenchips zu verbessern und deren Skalierung zu ermöglichen.

Das dritte Projekt unter der Leitung von Jens Eisert beschäftigt sich mit der Quantenfehlerkorrektur. Dabei werden neue Ansätze an der Schnittstelle von Physik und Mathematik entwickelt, um Quanteninformationen besser vor störenden Umwelteinflüssen zu schützen, eine entscheidende Voraussetzung für den praktischen Einsatz von Quantencomputern.

Das QuantERA-Netzwerk ist die größte europäische Initiative für die Zusammenarbeit im Bereich der Quantentechnologien und wird von der Europäischen Kommission gefördert. Die erfolgreiche Einwerbung der Fördermittel unterstreicht die starke Position der Freien Universität Berlin im Zukunftsfeld der Quantenforschung.

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Quantenphysik