Berlin Battery Lab vernetzt Batterieforschung in Berlin SÜDWEST und Adlershof
27.04.2026
Mit dem neuen Berlin Battery Lab (BBL) bündeln die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) und die Humboldt-Universität zu Berlin ihre Kompetenzen für die Entwicklung nachhaltiger Batterietechnologien. Die gemeinsame Forschungsplattform wurde jetzt offiziell eingeweiht und vernetzt zentrale Forschungsstandorte in Berlin SÜDWEST und Adlershof.
Im Fokus stehen insbesondere rohstoffschonende Natrium-Ionen-Batterien sowie Lithium-Schwefel-Technologien. Im Berlin Battery Lab arbeiten die Partnerinstitutionen gemeinsam an neuen Materialien, innovativen Zellchemien und Batterieprototypen. Gleichzeitig werden Sicherheitsaspekte und Praxistests direkt in die Forschung integriert.
Das Berlin Battery Lab verbindet Grundlagenforschung, Materialentwicklung, Zellfertigung und Sicherheitsprüfung standortübergreifend miteinander. Die zentrale Infrastruktur befindet sich auf dem BAM-Campus in Berlin-Lichterfelde, weitere Forschungskapazitäten liegen unter anderem in Adlershof sowie am Helmholtz-Zentrum Berlin in Wannsee. Damit entsteht ein leistungsfähiges Netzwerk zwischen mehreren Berliner Zukunftsorten.
Die beteiligten Einrichtungen bringen dabei ihre jeweiligen Stärken ein: Die BAM verfügt über umfassende Expertise in Batteriesicherheit und Energiematerialien, die Humboldt-Universität zählt zu den führenden Forschungseinrichtungen im Bereich Natrium-Ionen-Batterien und das HZB ergänzt die Plattform mit seiner Forschung zu Lithium-Schwefel-Akkus sowie modernsten Analysemethoden an der Röntgenquelle BESSY II.
Von der offenen Forschungsinfrastruktur sollen insbesondere Start-ups sowie technologieorientierte Unternehmen profitieren. Ziel ist es, den Transfer nachhaltiger Batterietechnologien aus der Forschung schneller in industrielle Anwendungen zu überführen und damit die technologische Souveränität Deutschlands zu stärken.
Auch das Land Berlin unterstützt das Vorhaben: Für die Jahre 2026 bis 2028 stehen rund 2,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra bezeichnete das Berlin Battery Lab als Beispiel dafür, wie Spitzenforschung und technologischer Bedarf in Berlin erfolgreich zusammengeführt werden können.
Weitere Informationen:
BAM – Aktuelles – Berlin Battery Lab: BAM, HZB und HU forschen gemeinsam an Natrium-Batterien
Foto: V.l.n.r.: Prof. Bernd Rech, Prof. Julia von Blumenthal, Dr. Ina Czyborra, Prof. Philipp Adelhelm, Prof. Ulrich Panne, Saskia Vormfelde, Dr. Tim Fellinger, Prof. Yan Lu. © BAM