Konstantin Patsalides in blauem Anzug und weißem Hemd steht vor neutralem Hintergrund, eine Hand hält den Anzug offen.

Konstantin Patsalides

20.11.2025

Konstantin Patsalides ist Vertriebsstratege, Kommunikationsexperte und überzeugter Berliner. Als Senior Strategic Sales Manager bei der HYGH AG gestaltet er die Zukunft der digitalen Außenwerbung aktiv mit – dort, wo Technologie, Stadtentwicklung und Kreativität aufeinandertreffen. Mit Erfahrung in Marketing, strategischer Markenführung, digitaler Kommunikation und Eventmanagement fand er seinen Weg in die Welt des Digital Out-of-Home (DOOH) und treibt heute den Ausbau des Berliner HYGH-Netzwerks entscheidend voran.

Sein Ziel ist es, „Innovation mit Haltung zu verbinden und Berlins wirtschaftliche, kulturelle und nachhaltigkeitspolitische Landschaft aktiv mitzugestalten“. Im Gespräch für Faces of Future erzählt Konstantin, warum ihn das urbane Berlin als Standort für Innovation inspiriert, wie digitale Außenwerbung den öffentlichen Raum verändert, warum starkes Netzwerken in Berlin entscheidend ist und weshalb er die Berliner Zukunftsorte unterstützt, wodurch unsere Kampagne 2025 auf über 1200 Screens in Berlin zu sehen war.

 

Du bist Senior Strategic Sales Manager bei der HYGH AG und unterstützt schon im zweiten Jahr unsere Kampagne, die auf zahlreichen eurer Screens in ganz Berlin zu sehen ist. Warum liegt Dir die Sichtbarkeit der Zukunftsorte so am Herzen?

Die 11 Berliner Zukunftsorte stehen für das, was ich an dieser Stadt besonders schätze: ihre Innovationskraft, ihre Vielfalt und ihren Mut, Neues zu wagen. Hier entstehen Verbindungen zwischen Wissenschaft, Forschung und Unternehmertum, die echte Zukunft möglich machen. Im internationalen Vergleich zeigt sich, wie einzigartig Berlin mit seinen elf Zukunftsorten aufgestellt ist – so urban, so vielfältig und so offen für neue Ideen. Mir ist es wichtig, dass Menschen sehen, was hier entsteht: Technologien, nachhaltige Projekte und Visionen, die weit über Berlin hinaus Wirkung entfalten.

Als Berliner Unternehmen ist es uns bei HYGH ein echtes Anliegen, diese Innovationskraft sichtbar zu machen. Mit unseren digitalen Screens holen wir die Zukunftsorte aus den Laboren und Campusflächen direkt in den öffentlichen Raum. So können wir zeigen, dass Berlin nicht nur über Innovation spricht, sondern sie lebt. Genau deshalb freue ich mich sehr, auch in diesem Jahr wieder Teil dieser Initiative zu sein.

Du hast an der TU Berlin am Zukunftsort Charlottenburg studiert. Wie bist Du von Wissenschaftskommunikation zur Werbebranche / Marketing gekommen?

Ich habe schon während meines Studiums an der TU Berlin gemerkt, dass mich nicht nur die Forschung selbst interessiert, sondern vor allem die Art, wie man Wissen vermittelt und Menschen dafür begeistert. Wissenschaft ist voller spannender Geschichten – aber oft bleiben sie in Fachkreisen verborgen. Ich wollte das ändern und habe gelernt, komplexe Inhalte so zu erzählen, dass sie neugierig machen und Emotionen wecken.

Nach meiner Zeit an der Universität gründete ich meine eigene Marketingagentur, um wissenschaftliche Inhalte in Lehrvideos zu visualisieren. Später war ich als Prokurist auf der Domäne Dahlem tätig und beschäftigte mich dort intensiv mit Ernährungswissenschaften und artgerechter Tierhaltung. Ergänzt durch verschiedene Lehraufträge konnte ich meine Leidenschaft für die Vermittlung von Wissen weiter vertiefen. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie kraftvoll Kommunikation sein kann, wenn sie Wissen greifbar und relevant macht.

Heute nutze ich bei HYGH genau diese Leidenschaft: Geschichten sichtbar machen, die bewegen – nur eben auf digitalen Screens statt in Hochschulen und wissenschaftlichen Publikationen.

Du bist in Berlin bestens vernetzt, bist Vorstandsmitglied der AG City und baust mit „MyBLN“ nun Dein eigenes Netzwerk auf. Woher kommt Deine Faszination für dieses Thema?

Berlin lebt von Dynamik, Vielfalt und Austausch – und genau darin liegt für mich die besondere Stärke dieser Stadt. Netzwerke sind die Grundlage, um diese Energie zu bündeln und in nachhaltige Entwicklungen zu übersetzen. Schon während meines Studiums habe ich mich intensiv mit diesem Thema beschäftigt – meine Bachelorarbeit widmete sich dem Aufbau eines Alumni-Netzwerks an einer Universität. Seitdem hat mich die Faszination für Verbindungen zwischen Menschen und Institutionen nie losgelassen. In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, wie entscheidend starke Netzwerke zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Stadtgesellschaft sind, um Innovation und Wandel voranzutreiben. Als Vorstandsmitglied der AG City setze ich mich dafür ein, diesen Austausch strategisch zu fördern und die Innenstadt als lebendigen Wirtschafts- und Begegnungsraum weiterzuentwickeln. Mit MyBLN möchte ich diese Idee konsequent fortführen: ein Netzwerk schaffen, das Berlin in seiner ganzen Vielfalt abbildet und Menschen zusammenbringt, die die Stadt aktiv gestalten wollen.

Was sind Deine Tipps für Menschen, die sich innerhalb ihrer Branche besser vernetzen möchten?

 Gutes Netzwerken beginnt für mich mit echtem Interesse an Menschen – nicht mit der Frage, was man selbst davon hat. Über viele Jahre habe ich mehr gegeben als bekommen, und ich war mir immer sicher, dass das der richtige Weg ist. Heute profitiere ich sehr davon: Aus meinem mittlerweile umfangreichen Netzwerk ist eine echte Community geworden, in der sich die Menschen zunehmend auch untereinander kennen und unterstützen. Dabei achte ich bewusst darauf, wer dieser Gemeinschaft guttut – und wer ihr Energie entzieht. Wer zuhört, neugierig bleibt, dankbar ist und Beziehungen kontinuierlich pflegt, baut langfristig Vertrauen auf. Viele der spannendsten Chancen entstehen nicht geplant, sondern aus ehrlichen und unerwarteten Begegnungen. In unserem Familienrestaurant Ta Panta Ri, das wir 35 Jahre betrieben haben, hieß es immer: ‚Man kommt als Gast und geht als Freund.‘ Genau dieses Prinzip lebe ich auch in meiner Community.

Was wünschst Du dir für die Zukunft Berlins und welche Rolle werden die Zukunftsorte dabei spielen?

 Ich wünsche mir ein Berlin, das seine kreative Energie, Innovationskraft und Vielfalt weiter ausbaut und den Mut hat, neue Wege der Zusammenarbeit zu gehen, auch über Branchen- und Wettbewerbsgrenzen hinweg. Die elf Berliner Zukunftsorte zeigen, welches Potenzial entsteht, wenn Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam an Zukunftsthemen arbeiten. Ebenso tragen Initiativen wie die Berliner Clubcommission, die Internationale Bauausstellung, die EXPO 2035 und die Olympischen Spiele dazu bei, Berlin international als Stadt der Ideen und der Lebensfreude zu positionieren. Entscheidend wird sein, dass wir diese Kräfte bündeln und neue Leuchttürme schaffen – Projekte wie das NLND oder das geplante House of Games zeigen, wie Innovation und Kreativität in neue Räume übersetzt werden können. Wenn es uns gelingt, Kooperation über Wettbewerb zu stellen und Visionen gemeinsam zu realisieren, kann Berlin erneut Maßstäbe setzen – als Stadt, die inspiriert, verbindet und bewegt. Dafür möchte ich meinen Beitrag leisten.

 

Weitere Informationen:

Konstantin Patsalides | LinkedIn

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Foto: HYGH AG